Hardware News

FreeSync, G-Sync, VSync – Was ist das überhaupt? Wir klären dich auf!

Nvidia unterstützt mit dem neusten Treiber FreeSync. Was das überhaupt ist und wie du es aktivierst erfährst du hier.

Mit dem neusten Treiber Update Version 417.71, unterstützt Nvidia nun auch endlich Adaptivesync. Damit ist ab jetzt ein FreeSync-Monitor auch für Nutzer von Karten der GTX 1050 Reihe oder neuer interessant. Aber first things first, was ist FreeSync, Adaptivesync, G-Sync und VSync überhaupt?

Das Ziel aller dieser Techniken ist es, das „verwaschen“ des Bildes (Tearing) zu reduzieren, beziehungsweise Fehldarstellungen zu vermeiden. Wenn eine Grafikkarte beispielsweise 120 Bilder pro Sekunde (FPS) berechnet, aber der Monitor lediglich 60Hz wiedergeben kann, versucht der Monitor zwei Bilder gleichzeitig darzustellen. Durch diese „Sync“-Techniken wird die Anzahl der erhaltenen Bilder und der dargestellten Bilder synchronisiert.

VSync

VSync oder ausgeschrieben Vertical Synchronisation, ist eine Softwarelösung, die schon recht alt ist. Im Prinzip reduziert VSync die Anzahl der, von der Grafikkarte an den Monitor gesendeten Bilder, auf die Bildwiederholungsrate des Monitors. VSync ist allerdings nicht die optimalste Lösung, da sie sehr ressourcenintensiv ist, kommt es dadurch bei vielen Spielen zu ruckeln. Bei ausgeschaltetem VSync kann es zu Tearing kommen.

Tearing Beispiel
Tearing Beispiel

Dabei zeigt beispielsweise die obere Hälfte des Bildschirms ein anderes Bild als die untere Hälfte, wie beispielhaft oben dargestellt. Daher können im Bild zum Beispiel Linien verschoben sein, was vor allem bei schnellen Bewegungen auffällt.

FreeSync

FreeSync funktioniert an und für sich genauso wie VSync, allerdings wird hier ein Monitor benötigt der Adaptive-Sync unterstützt. Adaptive-Sync ist ein Standard, der bei DisplayPort 1.2a integriert wurde. FreeSync nutzt die Adaptive-Sync Protokolle um Grafikkarte und Monitor zu synchronisieren. Dabei wird beim Anschließen des Monitors die maximale und minimale Bildwiederholungsrate übermittelt. Demnach erhält der Monitor danach maximal so viele Bilder pro Sekunde, wie er auch darstellen kann, gleichzeitig stellt er aber immer dann ein Bild dar, wenn er ein neues erhält.

G-Sync

G-Sync verwendet, im Gegensatz zu FreeSync, eigene Hardwaremodule, die mit Lizenzierungskosten für die Monitorhersteller, im Monitor verbaut werden müssen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei FreeSync, abgesehen von der eigens von Nvidia entwickelten Hardware. Im Detail liegt der Unterschied in der Kommunikation. Während bei FreeSync einmalig Daten ausgetauscht werden, übermittelt G-Sync mit jedem Bild auch eine „Refresh-Rate“. Somit gibt G-Sync dem Monitor ständig die Bildwiederholungsrate vor.

Was hat sich mit dem neuen Update geändert?

Mit dem aktuellsten Update greift Nvidia auf den bereits vorhandenen VESA Standard Adaptive Sync zurück. Damit werden Besitzer von Nvidia GPU’s in Zukunft auch die Adaptive Sync-Technologie nutzen können und müssen nicht zwingend auf die, durch Lizenzgebühren, teureren G-Sync Monitore zurückgreifen. Innerhalb des Treibers wird die Nutzung des Adaptive Sync aber weiterhin als G-Sync bezeichnet.

Und wie kann ich das neue Feature nutzen?

Um das neue „Free-G-Sync“ zu nutzen, musst du im ersten Schritt deine Grafikkarten Treiber (zum Beispiel mit Hilfe von GeForce Experience) auf den aktuellsten Stand (mindestens Version 417.71) bringen. Neben dem Treiber, ist natürlich ein FreeSync fähiger Monitor wichtig.

Zuerst musst du dafür mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken und im Kontextmenü die NVIDIA Systemsteuerungen öffnen.

Windows-Menü-Systemsteuerung

Anschließend kannst du im G-Sync einrichten Menü G-Sync aktivieren. Im nächsten Schritt musst du, falls du mehrere Anzeigen nutzt, den entsprechenden Monitor auswählen. Anschließend durch Übernehmen die Einstellungen speichern.

Nvidia-Systemsteuerung

Bei einigen Monitoren kann es vorkommen, dass der Hinweis erscheint, dass der gewählte Monitor (bisher) nicht als G-Sync kompatibel getestet wurde. Das kann sich im Laufe der Zeit natürlich noch ändern. Dies ist lediglich ein Hinweis darauf, dass es unter Umständen zu Fehlern bei der Nutzung von G-Sync kommen kann. Sollte das bei euch der Fall sein, solltet ihr die Option wieder deaktivieren.

Ich bin auf die Entwicklung dieses „neuen“ Features gespannt und ob das „Free-G-Sync“ zukünftig eine echte alternative, zu den teureren G-Sync Monitoren werden kann.

G-Sync oder Freesync? Hast du keinen G-Sync Monitor aber eine Nvidia Karte und wirst das neue Feature testen? Oder nutzt du eine AMD Grafikkarte mit FreeSync?